Verkehrssicherheit hat Höchste Priorität bei der IPW
Am 13. April 2026 veröffentlichte das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik des Jahres 2025. Mit insgesamt 208.720 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen blieb die Zahl fast konstant zum Vorjahr.
Bei den Projekten der IPW hat die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden höchste Priorität, um einen Beitrag zur „Vision Zero“ zu leisten. So ist die Auswertung von Verkehrsunfallstatistiken bei verkehrstechnischen Untersuchungen bei uns Standard, um mögliche Rückschlüsse auf die künftige Gestaltung von Kreuzungen und Verkehrswegen ziehen zu können. Hier arbeiten wir stets eng mit den zuständigen Verkehrsbehörden und Polizeidienststellen zusammen.
Seit etwa einem Jahr unterstützt uns dabei mit Klaus Hackmann auch ein ehemaliger Polizeibeamter, der sich in seiner Dienstzeit über lange Jahre mit dem Thema im Raum Grafschaft Bentheim / Emsland beschäftigt hat und nun seine wertvollen Erfahrungen bei den Projekten der IPW einbringt.
Unser Ansatz ist dabei die Optimierung der Verkehrsinfrastruktur, um so bestehende oder künftig mögliche Gefahrenquellen zu erkennen und zu entschärfen. Dabei müssen nicht unbedingt kostspielige und langwierige Umbauarbeiten als Ergebnis stehen. Oft sind auch relativ günstige und schnell umzusetzende Lösungen sehr effektiv. So wie z.B. am Kreisverkehr Malberger Straße / Harderberger Weg in Georgsmarienhütte, den wir im Auftrag des Landkreises Osnabrück unter die Lupe genommen haben. Hier wurden wirksame Entschärfungen durch einfache Markierungen wie z.B. einen Innenring zur Verengung der Fahrbahn oder „Haifischzähnen“ zur Sicherung der Radfahrerfurten erzielt.
Die meisten schweren Verkehrsunfälle entstehen aber nicht durch außergewöhnliche Umstände, sondern im Alltag – oft durch kleine Unaufmerksamkeiten oder Fehleinschätzungen.
Die aktuellen Auswertungen (u. a. aus Landesstatistiken wie Niedersachsen sowie BASt-Analysen) zeigen seit Jahren ein sehr stabiles Bild. Besonders bei schweren und tödlichen Unfällen dominieren drei Faktoren:
- Nicht angepasste Geschwindigkeit
- Fehler beim Abbiegen, Einbiegen und Vorfahrt
- Unaufmerksamkeit, Ablenkung, Abstand
Diese drei Ursachen haben etwas gemeinsam: Sie sind grundsätzlich vermeidbar und hängen stark mit individuellem Verhalten zusammen
Ein angepasster Fahrstil, ein kurzer Schulterblick mehr oder ein wenig zusätzlicher Abstand können entscheidend sein. Gerade auf Landstraßen und an Kreuzungen kommt es darauf an, die Situation realistisch einzuschätzen und auch mit Fehlern anderer zu rechnen.
Wer aufmerksam fährt, Geschwindigkeit bewusst wählt und Rücksicht nimmt, trägt aktiv dazu bei, schwere Unfälle zu vermeiden.
Verkehrssicherheit beginnt bei jedem Einzelnen – und wirkt für alle.
Achtet aufeinander, nehmt Rücksicht – und kommt sicher an.





