Stadt Osnabrück – Barrierefreier Ausbau mehrerer Bushaltestellen und Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur
Im Rahmen des Bushaltestellenprogramms 2025 werden im Auftrag der Stadt Osnabrück insgesamt fünf Bushaltestellen im Stadtgebiet zum Teil mit den angrenzenden Verkehrsflächen barrierefrei ausgebaut. Eine zentrale Maßnahme innerhalb dieses Programms ist die Bushaltestelle Moskaubad an der Rehmstraße, die als wichtiger Haltepunkt im Stadtteil Wüste dem städtischen Busverkehr dient.
Ziel des Gesamtprojekts ist es, den öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig zu stärken sowie die uneingeschränkte Nutzung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen sowie Familien mit Kinderwagen zu gewährleisten. Durch die einheitliche barrierefreie Gestaltung mehrerer Haltestellen wird ein durchgängiger und zukunftsfähiger Standard im Osnabrücker Stadtgebiet geschaffen.
Besonderer Fokus auf Baumschutz und Bestandserhalt
Ein zentrales Augenmerk der Baumaßnahme an der Bushaltestelle Moskaubad liegt auf dem Erhalt des vorhandenen Platanen‑Altbestands, der das Stadtbild entlang der Rehmstraße prägt und einen wichtigen Beitrag zum innerstädtischen Klima leistet. Um die sensiblen Wurzelbereiche der Bäume bestmöglich zu schützen, werden die notwendigen Erdarbeiten kontrolliert und schonend mithilfe eines Saugbaggers durchgeführt. Dieses Verfahren ermöglicht eine präzise Bodenentnahme ohne mechanische Beschädigung der Baumwurzeln.
Darüber hinaus wurden die geplanten Beetgrößen und Einfassungen situativ vor Ort angepasst, um den Eingriff in den Wurzelraum so gering wie möglich zu halten und den langfristigen Erhalt des Baumbestands sicherzustellen. Der Ausbau der barrierefreien Infrastruktur erfolgt somit in enger Abstimmung mit den Anforderungen des Umwelt- und Baumschutzes.
Barrierefreie Umgestaltung des Kreuzungsbereichs
Ergänzend zum Haltestellenausbau wird der Kreuzungsbereich Rehmstraße / Sandstraße umfassend umgestaltet. Hier kommt der Einsatz von sogenannten Sinussteinen zum Tragen, die eine sichere und barrierefreie Führung für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger ermöglichen. Durch die taktil erfassbaren und niveaugleichen Übergänge wird die Verkehrssicherheit deutlich erhöht und die Querbarkeit des Straßenraums verbessert.
Erneuerung der Fahrbahndeckschicht unter Vollsperrung
Im Zuge der Baumaßnahme wird außerdem die Asphaltdeckschicht der Rehmstraße auf ganzer Fahrbahnbreite erneuert. Diese Arbeiten erfolgen gebündelt unter Vollsperrung, um eine effiziente, qualitativ hochwertige und nachhaltige Ausführung zu gewährleisten. Durch die Kombination mehrerer Maßnahmen innerhalb eines Bauabschnitts können Verkehrsbeeinträchtigungen insgesamt reduziert und Synergieeffekte genutzt werden.
Das Projekt verdeutlicht beispielhaft, wie sich barrierefreier Ausbau, moderne Verkehrsplanung, Rad‑ und Fußverkehrsförderung sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit bestehendem Stadtgrün erfolgreich miteinander verbinden lassen.


